Deshalb versuche ich zumindest, am Wochenende gemeinsam mit einigen andere internationalen Studenten etwas zu unternehmen. Reisen in Indien ist etwas Besonderes. Sehr günstig – 110 km für knapp einen Euro – sehr gemütlich – 110 km in 6 Stunden, wohlgemerkt ohne Stau – und sehr effektiv – ca 100 Leute in einem Bus, in den etwa halb so viele Europäer passen würden. Erstes Ziel ist eine kleine Stadt an der Ostküste, die bekannt ist für Steinskulpturen, Mamallapuram (oder wahlweise auch Mahabalipuram genannt), erreichbar via Kanchipuram. Man sieht hier auch noch die Spuren des Tsunamis, der damals die gesamte Küstenregion weggespült hat. Vielleicht stimmen auch deshalb sämtliche Adressen im Lonely Planet nicht mehr...
Sonntag, 7. Februar 2010
Wochenende
Leider habe ich im Krankenhaus nicht allzu viel zu tun. Ich sehe zwar sehr viel, darf aber selbst sehr wenig machen – habe seit ich hier bin noch kein einziges Mal Blut abgenommen...
Deshalb versuche ich zumindest, am Wochenende gemeinsam mit einigen andere internationalen Studenten etwas zu unternehmen. Reisen in Indien ist etwas Besonderes. Sehr günstig – 110 km für knapp einen Euro – sehr gemütlich – 110 km in 6 Stunden, wohlgemerkt ohne Stau – und sehr effektiv – ca 100 Leute in einem Bus, in den etwa halb so viele Europäer passen würden. Erstes Ziel ist eine kleine Stadt an der Ostküste, die bekannt ist für Steinskulpturen, Mamallapuram (oder wahlweise auch Mahabalipuram genannt), erreichbar via Kanchipuram. Man sieht hier auch noch die Spuren des Tsunamis, der damals die gesamte Küstenregion weggespült hat. Vielleicht stimmen auch deshalb sämtliche Adressen im Lonely Planet nicht mehr...








Deshalb versuche ich zumindest, am Wochenende gemeinsam mit einigen andere internationalen Studenten etwas zu unternehmen. Reisen in Indien ist etwas Besonderes. Sehr günstig – 110 km für knapp einen Euro – sehr gemütlich – 110 km in 6 Stunden, wohlgemerkt ohne Stau – und sehr effektiv – ca 100 Leute in einem Bus, in den etwa halb so viele Europäer passen würden. Erstes Ziel ist eine kleine Stadt an der Ostküste, die bekannt ist für Steinskulpturen, Mamallapuram (oder wahlweise auch Mahabalipuram genannt), erreichbar via Kanchipuram. Man sieht hier auch noch die Spuren des Tsunamis, der damals die gesamte Küstenregion weggespült hat. Vielleicht stimmen auch deshalb sämtliche Adressen im Lonely Planet nicht mehr...
Samstag, 6. Februar 2010
Life in Bagayam
Inzwischen fühle ich mich hier schon ganz zu Hause. Bin nach 10 Tagen in einer nicht allzu heimeligen Unterkunft auf den College-Campus am Stadtrand gezogen, wo auch alle anderen Studenten untergebracht sind, und bewohne jetzt ein ziemlich luxuriöses Zimmer im Grünen.


Es ist ein bisschen eine eigene Welt hier, fast alle Studenten wohnen hier und auch viele Ärzte haben hier ihre Häuser. Es gibt eine Kantine, riesige Sportanlagen, einen kleinen Supermarkt, eine Grundschule und zwei Bankfilialen, eigene Busse pendeln zwischen dem College-Campus in Bagayam und der 7 km entfernten Klinik hin und her. Der Campus ist so groß, dass man joggen gehen kann. Und hier gibt es auch nur wilde Hunde, Katzen und Paviane, so dass ich nicht ständig irgendwelchen frei herumlaufenden Kühen, Buffalos, Eseln, Schweinen, Ziegen oder Hühnern ausweichen, die sonst in wechselnder Besetzung überall rege am Straßenverkehr teilnehmen und sich an keine – hier wahrscheinlich sowieso nicht existierende – Regeln halten.


Außer mir sind noch etwa 30-40 andere internationale Studenten hier, die absolute Mehrheit aus Australien, aber auch Schweden und die USA sind vertreten und ich lerne bald noch ein paar PJler aus Süddeutschland kennen. Wir nutzen die Wochenenden, um ein bisschen Vellore und die Umgegend zu erkunden. Vellore hat an Sehenswürdigkeiten außer einem Fort aus dem 16. Jahrhundert und einem erst vor zwei Jahren fertiggestellten hinduistischen Golden Temple (der aber kein Vergleich ist zum „echten“ Golden Temple in Punjab) nicht viel zu bieten. Fotos darf man in diesem Tempel auch keine machen, sämtliche Kameras und Handys müssen ebenso wie die Schuhe am Eingang abgegeben werden.



Am ersten Sonntag auf dem Campus gehe ich in die Chapel in den Gottesdienst. Den Prediger habe ich vor einigen Tagen schon im Bus kennengelernt. Auch den Medical Superintendant des Krankenhauses treffe ich dort. Ich komme mit ihm ins Gespräch und erzähle, dass ich schon einmal mit OM in Indien war. Prompt werde ich zum Studentenhauskreis eingeladen, der in seinem Haus stattfindet. Als ich am Sonntag Abend nach dem Gottesdienst dort ankomme, treffe ich dort nicht nur etwa 40-50 Studenten, sondern entdecke auch noch ein Klavier. Ich spreche ihn darauf an (es ist ein Schimmel von 1895, das über Australien seinen Weg hierher gefunden hat) und darf prompt den Lobpreis begleiten – die meisten Lieder kenne ich, wenn auch in anderen Tonarten und mit anderen Akkorden. Noten oder Griffe gibt es keine, aber ich kann den Gitarristen recht gut sehen und ihm auf die Finger schauen. Ein Amerikaner, ein Psychologe, der hier gerade für einen Workshop zu Besuch ist, spricht anschließend über das Vaterunser. Der Abend ist für mich wieder eine echt geniale Erfahrung, die ich schön öfters unter Christen an den verschiedensten Orten gemacht habe – mich unter lauter eigentlich fremden Leuten zu Hause fühlen zu können, weil ich weiß, dass wir zur gleichen Familie gehören.


Nach und nach lerne ich immer mehr Leute kennen, mache immer mehr Epianos und Klaviere ausfindig, auf denen ich spielen darf, begleite den Kinderchor bei den wöchentlichen Proben und gehe regelmäßig mit den indischen Studenten Basketball spielen. Auch wenn ich lang nicht so gut bin wie die meisten von ihnen, habe ich doch auch ab und zu mal ein kleines Erfolgserlebnis – ich habe hier reelle Chancen, erfolgreich zu blocken, weil keiner von ihnen größer als 1,80 ist.
Es ist ein bisschen eine eigene Welt hier, fast alle Studenten wohnen hier und auch viele Ärzte haben hier ihre Häuser. Es gibt eine Kantine, riesige Sportanlagen, einen kleinen Supermarkt, eine Grundschule und zwei Bankfilialen, eigene Busse pendeln zwischen dem College-Campus in Bagayam und der 7 km entfernten Klinik hin und her. Der Campus ist so groß, dass man joggen gehen kann. Und hier gibt es auch nur wilde Hunde, Katzen und Paviane, so dass ich nicht ständig irgendwelchen frei herumlaufenden Kühen, Buffalos, Eseln, Schweinen, Ziegen oder Hühnern ausweichen, die sonst in wechselnder Besetzung überall rege am Straßenverkehr teilnehmen und sich an keine – hier wahrscheinlich sowieso nicht existierende – Regeln halten.
Außer mir sind noch etwa 30-40 andere internationale Studenten hier, die absolute Mehrheit aus Australien, aber auch Schweden und die USA sind vertreten und ich lerne bald noch ein paar PJler aus Süddeutschland kennen. Wir nutzen die Wochenenden, um ein bisschen Vellore und die Umgegend zu erkunden. Vellore hat an Sehenswürdigkeiten außer einem Fort aus dem 16. Jahrhundert und einem erst vor zwei Jahren fertiggestellten hinduistischen Golden Temple (der aber kein Vergleich ist zum „echten“ Golden Temple in Punjab) nicht viel zu bieten. Fotos darf man in diesem Tempel auch keine machen, sämtliche Kameras und Handys müssen ebenso wie die Schuhe am Eingang abgegeben werden.

Am ersten Sonntag auf dem Campus gehe ich in die Chapel in den Gottesdienst. Den Prediger habe ich vor einigen Tagen schon im Bus kennengelernt. Auch den Medical Superintendant des Krankenhauses treffe ich dort. Ich komme mit ihm ins Gespräch und erzähle, dass ich schon einmal mit OM in Indien war. Prompt werde ich zum Studentenhauskreis eingeladen, der in seinem Haus stattfindet. Als ich am Sonntag Abend nach dem Gottesdienst dort ankomme, treffe ich dort nicht nur etwa 40-50 Studenten, sondern entdecke auch noch ein Klavier. Ich spreche ihn darauf an (es ist ein Schimmel von 1895, das über Australien seinen Weg hierher gefunden hat) und darf prompt den Lobpreis begleiten – die meisten Lieder kenne ich, wenn auch in anderen Tonarten und mit anderen Akkorden. Noten oder Griffe gibt es keine, aber ich kann den Gitarristen recht gut sehen und ihm auf die Finger schauen. Ein Amerikaner, ein Psychologe, der hier gerade für einen Workshop zu Besuch ist, spricht anschließend über das Vaterunser. Der Abend ist für mich wieder eine echt geniale Erfahrung, die ich schön öfters unter Christen an den verschiedensten Orten gemacht habe – mich unter lauter eigentlich fremden Leuten zu Hause fühlen zu können, weil ich weiß, dass wir zur gleichen Familie gehören.
Nach und nach lerne ich immer mehr Leute kennen, mache immer mehr Epianos und Klaviere ausfindig, auf denen ich spielen darf, begleite den Kinderchor bei den wöchentlichen Proben und gehe regelmäßig mit den indischen Studenten Basketball spielen. Auch wenn ich lang nicht so gut bin wie die meisten von ihnen, habe ich doch auch ab und zu mal ein kleines Erfolgserlebnis – ich habe hier reelle Chancen, erfolgreich zu blocken, weil keiner von ihnen größer als 1,80 ist.
Sonntag, 24. Januar 2010
Surgery IV
Sieben-Tage-Woche ist hier auf der Station Alltag. Sonntags kommen die Patienten, die am Dienstag und Mittwoch operiert werden. Das heißt, dass vor allem die Interns (indische PJler) gefragt sind, alle Patienten aufzunehmen, und anschließend mit den Assistenzärzten zu besprechen.


Der Montagmorgen beginnt mit einer gemeinsamen Andacht aller Ärzte der Unit. Anschließend ist Grand Round, das heißt normale Visite und die Interns dürfen die neuen Patienten vorstellen. Die letzten noch fehlenden Untersuchungen und alle Vorbereitungen für die OPs am Dienstag und Mittwoch in die Wege geleitet.
Die Interns sind hier auch für alle Stationsarbeiten inklusive Dokumentation zuständig. Alle Patienten müssen morgens vor der Visite angeschaut werden, das heißt dann meistens gegen 6 Uhr auf Station sein. Ich bin schon ein bisschen froh, dass ich das hier nicht machen muss.

Montag Nachmittag geht es ins Outpatient Department. Die ambulanten Patienten kommen mit den unterschiedlichsten chirurgischen Problemen. Einige kommen zu postoperativen Kontrollen, andere sind wegen einer komplizierten Erkrankung aus einer kleineren Klinik weitergeschickt worden oder kommen, weil dort etwas schief gelaufen ist. Es ist ein munterer Wechsel der unterschiedlichsten Sprachen, aber oft gibt es die Schlüsselworte nur auf Englisch und zusammen mit meinen paar Brocken Hindi kann ich den Gesprächen meist in etwa folgen. Ansonsten frage ich nach oder werfe einen Blick in die Krankenakte, die komplett auf Englisch geführt wird. Ich sehe viel, was mir in Deutschland wohl nicht unbedingt begegnen würde, wie zum Beispiel Filariose oder tropische Pankreatitis, andererseits gibt es auch hier Gallensteine und diabetische Füße.


Der Dienstag beginnt wie jeder Morgen mit der Visite. Nacheinander klappern wir die verschiedenen Stationen ab, erst die Normalstation, dann einige Stockwerke höher die Semi-private Station, schon deutlich ruhiger und mit nur noch maximal zwei Patienten pro Zimmer. Dann geht es in verschiedenen Stockwerken und Gebäuden auf die Intensivstation, den Isolation ward und zuletzt in den „A-Block“, wo die Privatpatienten aus allen Abteilungen untergebracht sind. Das Gebäude ist voll klimatisiert und die Zimmer ähneln denen eines deutschen Krankenhauses. Sogar eine eigene Intensivstation gibt es hier.



Parallel dazu geht das OP-Programm los. Einerseits sind es die selben Operationen, die man auf einer ähnlichen Station in Deutschland erwarten würde, wie laparoskopische Gallenblasenentfernungen, andererseits aber auch regional häufigere Tumore, die in Europa Raritäten sind, oder infektionsbedingte Abszesse in Milz und Leber.
Anschließend ist noch einmal Visite – der Zeitpunkt richtet sich nach der Länge des OP-Programms und nicht danach, wann ein 8-Stunden-Tag vorbei wäre.


Mittwochs ist wieder OP-Tag. Hier wird mit sehr viel weniger Wegwerf-Material gearbeitet und auch sonst viel gespart. Die meisten Patienten haben keine Krankenversicherung und müssen bis hin zu jedem Verband, jeder Nadel und jeder Infusion alles selbst bezahlen. Dementsprechend gibt es hier neben neuester Technik eine sehr einfache Versorgung. Auch im OP wirkt vieles auf den ersten Blick irritierend, andererseits scheint es zu funktionieren. Und es ist definitiv günstiger, aus einem Stück Handschuh eine Drainage zu basteln und aus einem einfachen Blasenkatheter eine Ernährungssonde für Patienten, die sich eine parenterale Ernährung nicht leisten könnten.
Donnerstags ist den ganzen Tag Outpatient Day. Der Oberarzt, bei dem ich mit in der Sprechstunde sitze, wird heute 40 Patienten sehen. Außerdem ist die Unit Surgery IV heute für die Notaufnahme zuständig. Mindestens einmal pro Stunde klingelt dann das Telefon und ich begleite den Oberarzt in die Notaufnahme, um einen Patienten anzuschauen. Dort liegen bestimmt fünfzig Patienten. In die Abteilung für die schwersten Notfälle dürfen die allgegenwärtigen Verwandten nicht mit hinein. Der erste Patient, zu dem wir hier gerufen werden, hat bereits seit einer Woche immer stärker werdende Bauchschmerzen. Die Familie ist so arm, dass er nicht zum Arzt gegangen ist. Am Morgen ist er kollabiert, so dass er schließlich in die Klinik gebracht wird. Aber es ist zu spät. Drei Stunden später ist er tot. Zwei weitere Patienten, die am selben Tag mit einer Darmperforation kommen, werden in der Nacht noch operiert. Ob sie es schaffen werden, ist noch ungewiss.
Freitags ist vormittags Daycare Center, hier werden kleinere ambulante Operationen durchgeführt. Nachmittags geht es zwei mal im Monat in die Low Cost Effective Care Unit, ein Krankenhaus für die arme Stadtbevölkerung von Vellore, die von Ärzten des CMC mitbetreut wird. Dort gibt es eine Basisversorgung und es werden einfache Operationen für 10-15 € durchgeführt. Eine Entbindung kostet hier 7,50 €. Dementsprechend einfach ist die Ausstattung. Die Klinik wird über das CMC mitfinanziert. Wir sehen eine Handvoll Patienten, einige brauchen weitergehende Diagnostik und größere Eingriffe und werden dafür ins CMC überwiesen.


Der Samstag ist normaler Arbeitstag – für mich heißt das zum Glück nur, an der Visite teilzunehmen, weil ich keine Stationsarbeit erledigen muss. Die Interns werden heute jedoch wieder fast den ganzen Tag in der Klinik verbringen.
Der Montagmorgen beginnt mit einer gemeinsamen Andacht aller Ärzte der Unit. Anschließend ist Grand Round, das heißt normale Visite und die Interns dürfen die neuen Patienten vorstellen. Die letzten noch fehlenden Untersuchungen und alle Vorbereitungen für die OPs am Dienstag und Mittwoch in die Wege geleitet.
Die Interns sind hier auch für alle Stationsarbeiten inklusive Dokumentation zuständig. Alle Patienten müssen morgens vor der Visite angeschaut werden, das heißt dann meistens gegen 6 Uhr auf Station sein. Ich bin schon ein bisschen froh, dass ich das hier nicht machen muss.
Montag Nachmittag geht es ins Outpatient Department. Die ambulanten Patienten kommen mit den unterschiedlichsten chirurgischen Problemen. Einige kommen zu postoperativen Kontrollen, andere sind wegen einer komplizierten Erkrankung aus einer kleineren Klinik weitergeschickt worden oder kommen, weil dort etwas schief gelaufen ist. Es ist ein munterer Wechsel der unterschiedlichsten Sprachen, aber oft gibt es die Schlüsselworte nur auf Englisch und zusammen mit meinen paar Brocken Hindi kann ich den Gesprächen meist in etwa folgen. Ansonsten frage ich nach oder werfe einen Blick in die Krankenakte, die komplett auf Englisch geführt wird. Ich sehe viel, was mir in Deutschland wohl nicht unbedingt begegnen würde, wie zum Beispiel Filariose oder tropische Pankreatitis, andererseits gibt es auch hier Gallensteine und diabetische Füße.
Der Dienstag beginnt wie jeder Morgen mit der Visite. Nacheinander klappern wir die verschiedenen Stationen ab, erst die Normalstation, dann einige Stockwerke höher die Semi-private Station, schon deutlich ruhiger und mit nur noch maximal zwei Patienten pro Zimmer. Dann geht es in verschiedenen Stockwerken und Gebäuden auf die Intensivstation, den Isolation ward und zuletzt in den „A-Block“, wo die Privatpatienten aus allen Abteilungen untergebracht sind. Das Gebäude ist voll klimatisiert und die Zimmer ähneln denen eines deutschen Krankenhauses. Sogar eine eigene Intensivstation gibt es hier.
Parallel dazu geht das OP-Programm los. Einerseits sind es die selben Operationen, die man auf einer ähnlichen Station in Deutschland erwarten würde, wie laparoskopische Gallenblasenentfernungen, andererseits aber auch regional häufigere Tumore, die in Europa Raritäten sind, oder infektionsbedingte Abszesse in Milz und Leber.
Anschließend ist noch einmal Visite – der Zeitpunkt richtet sich nach der Länge des OP-Programms und nicht danach, wann ein 8-Stunden-Tag vorbei wäre.
Mittwochs ist wieder OP-Tag. Hier wird mit sehr viel weniger Wegwerf-Material gearbeitet und auch sonst viel gespart. Die meisten Patienten haben keine Krankenversicherung und müssen bis hin zu jedem Verband, jeder Nadel und jeder Infusion alles selbst bezahlen. Dementsprechend gibt es hier neben neuester Technik eine sehr einfache Versorgung. Auch im OP wirkt vieles auf den ersten Blick irritierend, andererseits scheint es zu funktionieren. Und es ist definitiv günstiger, aus einem Stück Handschuh eine Drainage zu basteln und aus einem einfachen Blasenkatheter eine Ernährungssonde für Patienten, die sich eine parenterale Ernährung nicht leisten könnten.
Donnerstags ist den ganzen Tag Outpatient Day. Der Oberarzt, bei dem ich mit in der Sprechstunde sitze, wird heute 40 Patienten sehen. Außerdem ist die Unit Surgery IV heute für die Notaufnahme zuständig. Mindestens einmal pro Stunde klingelt dann das Telefon und ich begleite den Oberarzt in die Notaufnahme, um einen Patienten anzuschauen. Dort liegen bestimmt fünfzig Patienten. In die Abteilung für die schwersten Notfälle dürfen die allgegenwärtigen Verwandten nicht mit hinein. Der erste Patient, zu dem wir hier gerufen werden, hat bereits seit einer Woche immer stärker werdende Bauchschmerzen. Die Familie ist so arm, dass er nicht zum Arzt gegangen ist. Am Morgen ist er kollabiert, so dass er schließlich in die Klinik gebracht wird. Aber es ist zu spät. Drei Stunden später ist er tot. Zwei weitere Patienten, die am selben Tag mit einer Darmperforation kommen, werden in der Nacht noch operiert. Ob sie es schaffen werden, ist noch ungewiss.
Freitags ist vormittags Daycare Center, hier werden kleinere ambulante Operationen durchgeführt. Nachmittags geht es zwei mal im Monat in die Low Cost Effective Care Unit, ein Krankenhaus für die arme Stadtbevölkerung von Vellore, die von Ärzten des CMC mitbetreut wird. Dort gibt es eine Basisversorgung und es werden einfache Operationen für 10-15 € durchgeführt. Eine Entbindung kostet hier 7,50 €. Dementsprechend einfach ist die Ausstattung. Die Klinik wird über das CMC mitfinanziert. Wir sehen eine Handvoll Patienten, einige brauchen weitergehende Diagnostik und größere Eingriffe und werden dafür ins CMC überwiesen.
Der Samstag ist normaler Arbeitstag – für mich heißt das zum Glück nur, an der Visite teilzunehmen, weil ich keine Stationsarbeit erledigen muss. Die Interns werden heute jedoch wieder fast den ganzen Tag in der Klinik verbringen.
Freitag, 8. Januar 2010
CMC Vellore
Die ersten zwei Wochen am Christian Medical College Vellore sind schnell vergangen. Es ist eines der größten Krankenhäuser in ganz Indien. Fast jeder in Indien kennt die Klinik, und wer eine ernsthafte Erkrankung hat, wird wenn möglich versuchen, sich hier behandeln zu lassen. Schon während der ersten Tage begegnen mir auch Patienten aus North-East-India und West Bengal, aus Bangladesh und Nepal, die hier in die Sprechstunde kommen. Sie müssen entweder einen Flug oder eine mehrtägige Zugfahrt hinter sich haben.


Ich besorge mir erst einmal einen Plan vom Klinikgelände. Es ist mitten in der Stadt, und voller Menschen, die überall herumlaufen, sitzen, stehen, oder liegen. Dank unzähliger Security-Menschen und einem Hupverbot geht es jedoch insgesamt relativ geregelt und ruhig zu. Außerdem gibt es auf dem Klinikgelände etwas, das man sonst lange suchen muss in Indien: Mülleimer.




Abgesehen von den doch etwas einfacheren Gegebenheiten und den sehr anderen Dimensionen unterscheidet sich die Klinik nicht allzu sehr von dem, was ich schon kenne. Hier gibt es alles von der Leberszintigraphie bis zum Angio-MRT, die Patienten haben auch Diabetes oder Bluthochdruck, es werden Lebertransplantationen und ERCPs durchgeführt, und auch hier gibt es Privatpatienten, Ambulanzkarten, elektronische Patientenakten, Piepser, Klebchen – und ICD10-Nummern.

Ich bin hier die ersten Wochen auf einer allgemeinchirurgischen Station, in der Abteilung, die sich hauptsächlich mit Erkrankungen der Leber, Gallenwegen und Pankreas beschäftigt. Im Vergleich zum Alltag der Ärzte und der indischen PJler (Interns) hier sind meine „Arbeitszeiten“ (oder Zuschauerzeiten) mit ca. 50 Stunden pro Woche in der Klinik noch sehr entspannt.
Ich besorge mir erst einmal einen Plan vom Klinikgelände. Es ist mitten in der Stadt, und voller Menschen, die überall herumlaufen, sitzen, stehen, oder liegen. Dank unzähliger Security-Menschen und einem Hupverbot geht es jedoch insgesamt relativ geregelt und ruhig zu. Außerdem gibt es auf dem Klinikgelände etwas, das man sonst lange suchen muss in Indien: Mülleimer.
Abgesehen von den doch etwas einfacheren Gegebenheiten und den sehr anderen Dimensionen unterscheidet sich die Klinik nicht allzu sehr von dem, was ich schon kenne. Hier gibt es alles von der Leberszintigraphie bis zum Angio-MRT, die Patienten haben auch Diabetes oder Bluthochdruck, es werden Lebertransplantationen und ERCPs durchgeführt, und auch hier gibt es Privatpatienten, Ambulanzkarten, elektronische Patientenakten, Piepser, Klebchen – und ICD10-Nummern.
Ich bin hier die ersten Wochen auf einer allgemeinchirurgischen Station, in der Abteilung, die sich hauptsächlich mit Erkrankungen der Leber, Gallenwegen und Pankreas beschäftigt. Im Vergleich zum Alltag der Ärzte und der indischen PJler (Interns) hier sind meine „Arbeitszeiten“ (oder Zuschauerzeiten) mit ca. 50 Stunden pro Woche in der Klinik noch sehr entspannt.
Montag, 28. Dezember 2009
Die letzte Etappe
Nirmala und Vincent bringen mich am Abend noch zum Zug. Unterwegs komme ich mit einer jungen Frau aus Chennai (Madras) ins Gespräch. Ich habe vor, mich im Januar mit ihr zu treffen, dann will sie mir die Stadt zeigen.

Kurz vor 6 Uhr morgens erreichen wir Chennai. Als ich aus dem Zug steige, schlägt mir eine Welle schwüler Wärme entgegen. Divakar, ein Freund von Vincent, der mich von hier nach Vellore begleiten wird, kommt wenige Minuten später. Bis Januar sei es hier so „kalt“ sagt er, bevor wir in den Zug nach Vellore steigen. Der Mann, der mir gegenüber sitzt, trägt eine Jacke, Schal und Mütze. Ich habe meinen Pulli längst ausgezogen.
Schließlich erreichen wir Vellore. Divakar arbeitet dort als OM-Bookshop-Manager und hat mir schon einiges über die Stadt und das College erzählt. Ein weiterer Mitarbeiter wartet am Bahnsteig, das Taxi steht vor dem Bahnhof. Mit etwas Mühe finden wir meine Unterkunft. Der Manager dort ist gerade nicht da, und die Vertretung weiß von nichts. Ohne Divakar wäre ich verloren, weil in der Unterkunft alle nur Tamil sprechen. Nach einigem Hin und Her bekomme ich ein einigermaßen ordentliches Zimmer zugewiesen, das jedoch noch gereinigt werden muss.



Wir gehen so lange frühstücken und anschließend nimmt Divakar mich mit in den Bookshop. Ich stöbere in den Büchern herum, währenddessen organisiert er mir von irgendwo her eine SIM-Card, dann bekommt er wohl einen Anruf, dass mein Zimmer bereit sei. Als wir ankommen, ist der Manager da, der ebenfalls so gut wie kein Englisch versteht. Offensichtlich müsste ich mich zuerst bei der Polizei registrieren lassen, bevor ich einchecken darf, weil ich nicht direkt auf dem Campus wohne. Divakar diskutiert mit ihm und versichert mir anschließend, dass er alle Polizei-Officers kenne, er würde sich am Montag um alles kümmern. Er wird mich auch am nächsten Morgen zur Principals Office bringen, wo ich mich melden soll – wo das ist, hat mir vorher noch keiner verraten, aber Divakar kennt sich hier recht gut aus. Ich bin ihm und Vincent sehr dankbar, weil ich sonst ziemlich verloren wäre hier, und fange erst mal an, mich in meinem Zuhause für die nächsten Monate häuslich einzurichten.

Kurz vor 6 Uhr morgens erreichen wir Chennai. Als ich aus dem Zug steige, schlägt mir eine Welle schwüler Wärme entgegen. Divakar, ein Freund von Vincent, der mich von hier nach Vellore begleiten wird, kommt wenige Minuten später. Bis Januar sei es hier so „kalt“ sagt er, bevor wir in den Zug nach Vellore steigen. Der Mann, der mir gegenüber sitzt, trägt eine Jacke, Schal und Mütze. Ich habe meinen Pulli längst ausgezogen.
Schließlich erreichen wir Vellore. Divakar arbeitet dort als OM-Bookshop-Manager und hat mir schon einiges über die Stadt und das College erzählt. Ein weiterer Mitarbeiter wartet am Bahnsteig, das Taxi steht vor dem Bahnhof. Mit etwas Mühe finden wir meine Unterkunft. Der Manager dort ist gerade nicht da, und die Vertretung weiß von nichts. Ohne Divakar wäre ich verloren, weil in der Unterkunft alle nur Tamil sprechen. Nach einigem Hin und Her bekomme ich ein einigermaßen ordentliches Zimmer zugewiesen, das jedoch noch gereinigt werden muss.



Wir gehen so lange frühstücken und anschließend nimmt Divakar mich mit in den Bookshop. Ich stöbere in den Büchern herum, währenddessen organisiert er mir von irgendwo her eine SIM-Card, dann bekommt er wohl einen Anruf, dass mein Zimmer bereit sei. Als wir ankommen, ist der Manager da, der ebenfalls so gut wie kein Englisch versteht. Offensichtlich müsste ich mich zuerst bei der Polizei registrieren lassen, bevor ich einchecken darf, weil ich nicht direkt auf dem Campus wohne. Divakar diskutiert mit ihm und versichert mir anschließend, dass er alle Polizei-Officers kenne, er würde sich am Montag um alles kümmern. Er wird mich auch am nächsten Morgen zur Principals Office bringen, wo ich mich melden soll – wo das ist, hat mir vorher noch keiner verraten, aber Divakar kennt sich hier recht gut aus. Ich bin ihm und Vincent sehr dankbar, weil ich sonst ziemlich verloren wäre hier, und fange erst mal an, mich in meinem Zuhause für die nächsten Monate häuslich einzurichten.
Weihnachten in Kalwasrirampur
Am nächsten Morgen, es ist der 24.Dezember, erreiche ich um 8 Uhr schließlich Hyderabad in Andhra Pradesh. Seit meinem letzten Aufenthalt hier hat die Stadt einen neuen Flughafen bekommen und einige neue Straßen. Eine 10 km lange Brücke führt über die Innenstadt. Vincent, ein ehemaliger Klassenkamerad von mir aus OM-Zeiten holt mich am Flughafen ab. Für heute und morgen ist in Andhra Pradesh Streik angesagt. Selbe Geschichte wie in West Bengal. Ein Teil des Bundesstaates will als Telangana unabhängig werden. Hyderabad ist einer der Hauptstreitpunkte. Busse und LKWs dürfen heute nicht fahren, die Läden und Tankstellen bleiben geschlossen. Vincent hat am Morgen zum Glück noch eine offene gefunden.
Nirmala, seine Frau und auch eine ehemalige Klassenkameradin, begrüßt mich herzlich. Ein Freund kommt vorbei und sagt, wir sollten froh sein, dass wir gut vom Flughafen zurückgekommen sind, die Lage in der Stadt spitze sich zu. Eigentlich wollten Vincent und Nirmala schon morgens in das Dorf von Nirmalas Eltern aufbrechen, aber die Lage ich nicht sicher. Nancy, ihre Tochter, ist jedoch schon die ganze Woche bei den Großeltern, deshalb fahren wir schließlich doch los. Ich muss mehrmals versichern, dass ich auch in einem entlegenen Dorf klarkommen werde – was auch immer mich dort erwartet – bitte aber darum, Trinkwasser mitzunehmen.
Wir laden das Auto voll und nehmen aber nicht die Hauptstraße, sondern eine Huckelpiste, um aus der Stadt zu kommen. Nach einigen Kilometern halten wir an; Nirmalas Bruder holt etwas Asche vom Straßenrand und schmiert sie über das „AP“ auf dem Nummernschild. Es wird durch ein „TG“ ersetzt und soll uns unnötigen Ärger ersparen. Beim Weiterfahren sehen wir immer wieder brennende Autoreifen auf der Straße liegen und qualmende Aschehaufen, können aber daran vorbeifahren. Direkt vor uns wird kurz darauf ein LKW an den Rand gewunken, wir dürfen passieren. Kurz bevor wir in den Dschungel fahren finden wir noch eine Tankstelle, die wohl wegen des verschobenen zweiten Streiktages – eigentlich geplant für den 25.12., aber einige Christen konnten die Telangana-Führer dazu bewegen, ihn wegen Weihnachten auf den 26.12. zu verschieben – wieder offen hat.

Gegen 19.00 Uhr erreichen wir schließlich das Dorf, in dem Nirmala aufgewachsen hat. Das Badezimmer hat etwas von Sola. Essen darf ich als Gast zuerst und allein und wehre mich recht erfolgreich gegen bergeweise Reis und drei mal Nachschlag. Die Kirche liegt direkt neben dem Haus, der Gottesdienst wird bis Mitternacht dauern, aber ich schaue nur für einige Minuten vorbei, so weit her ist es mit meinem Telugu dann doch nicht. Ich bekomme das beste Zimmer zugewiesen. Es ist unerträglich warm und stickig hier drin, das Moskito-Coil beißt in den Augen und vor der „Tür“ quietscht das Küken, das ich gerade rausgeschmissen habe. Definitiv ein ungewöhnliches Weihnachten.





Am nächsten Tag ist es um 9.00 Uhr schon zu warm, um in der Sonne zu sitzen. Gegen Mittag wollen wir dann zum Weihnachtsgottesdienst in ein Nachbardorf fahren, aber das Autoschloss lässt sich nicht öffnen. Dem Pastor gelingt es schließlich, die Tür irgendwie zu öffnen, es ist natürlich schon zu spät und als wir schließlich ankommen, ist der Gottesdienst in dem anderen Dorf schon in vollem Gange. Wir dürfen draußen neben der Kirche auf den obligatorischen Plastikstühlen Platz nehmen. Alle anderen dürfen der Reihe nach auf Telugu predigen. Ich habe anschließend die Ehre, den Christmas-Cake anzuschneiden. Anschließend lädt uns ein Gemeindemitglied noch zum Essen ein.



Weil am 27.12. noch ein wichtiges muslimisches Fest ist und die Muslime in Hyderabad sehr maechtig, wird der zweite Streiktag ein weiteres Mal verschoben und wir koennen am 26.12. unbehelligt zurueck nach Hyderabad fahren.
Nirmala, seine Frau und auch eine ehemalige Klassenkameradin, begrüßt mich herzlich. Ein Freund kommt vorbei und sagt, wir sollten froh sein, dass wir gut vom Flughafen zurückgekommen sind, die Lage in der Stadt spitze sich zu. Eigentlich wollten Vincent und Nirmala schon morgens in das Dorf von Nirmalas Eltern aufbrechen, aber die Lage ich nicht sicher. Nancy, ihre Tochter, ist jedoch schon die ganze Woche bei den Großeltern, deshalb fahren wir schließlich doch los. Ich muss mehrmals versichern, dass ich auch in einem entlegenen Dorf klarkommen werde – was auch immer mich dort erwartet – bitte aber darum, Trinkwasser mitzunehmen.
Wir laden das Auto voll und nehmen aber nicht die Hauptstraße, sondern eine Huckelpiste, um aus der Stadt zu kommen. Nach einigen Kilometern halten wir an; Nirmalas Bruder holt etwas Asche vom Straßenrand und schmiert sie über das „AP“ auf dem Nummernschild. Es wird durch ein „TG“ ersetzt und soll uns unnötigen Ärger ersparen. Beim Weiterfahren sehen wir immer wieder brennende Autoreifen auf der Straße liegen und qualmende Aschehaufen, können aber daran vorbeifahren. Direkt vor uns wird kurz darauf ein LKW an den Rand gewunken, wir dürfen passieren. Kurz bevor wir in den Dschungel fahren finden wir noch eine Tankstelle, die wohl wegen des verschobenen zweiten Streiktages – eigentlich geplant für den 25.12., aber einige Christen konnten die Telangana-Führer dazu bewegen, ihn wegen Weihnachten auf den 26.12. zu verschieben – wieder offen hat.

Gegen 19.00 Uhr erreichen wir schließlich das Dorf, in dem Nirmala aufgewachsen hat. Das Badezimmer hat etwas von Sola. Essen darf ich als Gast zuerst und allein und wehre mich recht erfolgreich gegen bergeweise Reis und drei mal Nachschlag. Die Kirche liegt direkt neben dem Haus, der Gottesdienst wird bis Mitternacht dauern, aber ich schaue nur für einige Minuten vorbei, so weit her ist es mit meinem Telugu dann doch nicht. Ich bekomme das beste Zimmer zugewiesen. Es ist unerträglich warm und stickig hier drin, das Moskito-Coil beißt in den Augen und vor der „Tür“ quietscht das Küken, das ich gerade rausgeschmissen habe. Definitiv ein ungewöhnliches Weihnachten.





Am nächsten Tag ist es um 9.00 Uhr schon zu warm, um in der Sonne zu sitzen. Gegen Mittag wollen wir dann zum Weihnachtsgottesdienst in ein Nachbardorf fahren, aber das Autoschloss lässt sich nicht öffnen. Dem Pastor gelingt es schließlich, die Tür irgendwie zu öffnen, es ist natürlich schon zu spät und als wir schließlich ankommen, ist der Gottesdienst in dem anderen Dorf schon in vollem Gange. Wir dürfen draußen neben der Kirche auf den obligatorischen Plastikstühlen Platz nehmen. Alle anderen dürfen der Reihe nach auf Telugu predigen. Ich habe anschließend die Ehre, den Christmas-Cake anzuschneiden. Anschließend lädt uns ein Gemeindemitglied noch zum Essen ein.



Weil am 27.12. noch ein wichtiges muslimisches Fest ist und die Muslime in Hyderabad sehr maechtig, wird der zweite Streiktag ein weiteres Mal verschoben und wir koennen am 26.12. unbehelligt zurueck nach Hyderabad fahren.
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